ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN (AGB)
für die Bereitstellung der Softwaredienstleistung (SaaS) CarpCup
Artikel I.
Grundlegende Bestimmungen und Identifikationsdaten
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB“) regeln verbindlich, ausschließlich und abschließend die Rechte und Pflichten sowie die geschäftlichen, technischen und haftungsrechtlichen Bedingungen zwischen dem Softwareanbieter und dem Betreiber der Plattform CarpCup, bei dem es sich um folgende Gesellschaft handelt:
MIBO-SPRINGS s. r. o.
Sitz: Jablonica 340, 906 32 Jablonica, Slowakische Republik
IČO (Identifikationsnummer): 57573361
DIČ (Steuernummer): 2122831392
Website: https://carpcup.app
E-Mail: [email protected]
Telefon: +421 948 20 88 99
eingetragen im Handelsregister des Bezirksgerichts Trnava, Abteilung: Sro, Einlage Nr. 62928/T
(im Folgenden „Anbieter“)
und einer natürlichen oder juristischen Person, die auf der Grundlage eines angenommenen Angebots in ein Vertragsverhältnis mit dem Anbieter eintritt (im Folgenden „Kunde“ oder „Veranstalter“).
Gegenstand der Leistung ist die Bereitstellung des Zugangs zu einem spezialisierten Online-Softwaresystem (Webanwendung), das für die Verwaltung, Registrierung und Live-Auswertung von Angelwettbewerben unter dem Namen CarpCup bestimmt ist (im Folgenden „Software“ oder „Dienstleistung“).
Die Dienstleistung wird ausschließlich im Modus „Schlüsselfertige Dienstleistung“ (Managed SaaS - Software as a Service) bereitgestellt. In keinem Fall handelt es sich um den Verkauf einer Lizenz für den Quellcode zum Herunterladen (On-Premise). Die Kundeninstanz der Dienstleistung (Wettbewerbs-Website) wird ausschließlich auf der Infrastruktur des Anbieters betrieben, und zwar auf einer dedizierten Subdomain (z. B. nazov.carpcup.app). Die Hauptdomain carpcup.app dient ausschließlich als Verkaufs- und Präsentationswebsite des Anbieters. Der Zielmarkt ist die Europäische Union, wobei das System in mehreren Sprachversionen betrieben wird.
Artikel II.
Prozess des Vertragsabschlusses, Steuerliche Bedingungen und B2C-Bestimmungen
Vertragsabschluss und Fehlen eines E-Shops: Die Dienstleistung wird nicht in Form eines herkömmlichen Selbstbedienungs-E-Shops erbracht. Der Vertrag über die Bereitstellung der Dienstleistung kommt ausschließlich auf der Grundlage einer direkten Anfrage des Kunden, der anschließenden E-Mail-Kommunikation und der Annahme eines Preisangebots zustande. Der rechtsgültige Vertragsabschluss und die vorbehaltlose Annahme dieser AGB (einschließlich des elektronischen Auftragsverarbeitungsvertrags gemäß Artikel X.) erfolgen in dem Moment, in dem 100 % des in Rechnung gestellten Betrags auf der Grundlage einer ausgestellten Proforma-Rechnung auf dem Bankkonto des Anbieters gutgeschrieben werden.
Bereitstellung von Unterlagen: Der Kunde ist verpflichtet, vor Beginn der Arbeiten durch den Anbieter die vollständigen Anforderungen an die Wettbewerbsregeln sowie ein Foto (oder eine Karte) des Sees mit markierten Angelplätzen zur Verfügung zu stellen.
Vorauszahlung und Testphase (UAT): Der Kunde erhält unmittelbar nach Gutschrift von 100 % des Betrags auf dem Konto des Anbieters Zugang zum Testbetrieb der Dienstleistung (zahlt er beispielsweise einen Monat im Voraus, hat er einen Monat Zeit zum Testen).
Mindestfrist und Haftungsausschluss (Waiver of liability): Um ausreichend Zeit für Tests und die Systemfehlerbehebung (Debugging) seitens des Kunden zu gewährleisten, muss die Proforma-Rechnung spätestens eine (1) Woche vor dem Live-Start des Wettbewerbs bezahlt werden. Zahlt der Kunde die Proforma-Rechnung verspätet und muss die Wettbewerbs-Website aus Zeitgründen ohne angemessene Testphase in den Live-Betrieb gehen, übernimmt der Anbieter absolut keine Haftung für etwaige Softwarefehler (Bugs) oder Ausfälle.
Steuerliche Anforderungen und B2B-Verkauf in der EU: Ist der Kunde ein unternehmerisches Subjekt mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union, trägt der Kunde die volle rechtliche und finanzielle Verantwortung für die Bereitstellung einer gültigen USt-IdNr. (VAT ID) vor der Ausstellung der Proforma-Rechnung zum Zwecke der korrekten Anwendung des Reverse-Charge-Verfahrens (Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers).
Artikel III.
Preispakete, Werbung und Geistiges Eigentum
Der Anbieter stellt die Dienstleistung in mehreren Preispaketen zur Verfügung, abhängig von der Verwaltung der Werbeflächen auf der Kunden-Subdomain:
a) Paket mit Werbung des Anbieters (149 €): Der Anbieter behält sich das exklusive und unwiderrufliche Recht vor, Werbebanner seiner Partner in der Dienstleistung (auf der öffentlichen Wettbewerbs-Website) zu platzieren. Die vollen 100 % des Gewinns aus dieser Werbefläche stehen dem Anbieter zu. Akzeptiert der Kunde die Präsenz dieser Werbung, erhält er einen Rabatt auf den Preis der Dienstleistung, der im Paketpreis berücksichtigt ist.
b) Werbefreies Paket (199 €): Eine Version der Dienstleistung ohne jegliche Werbeflächen.
c) Paket mit Werbung des Veranstalters (249 €): Eine Version der Dienstleistung mit der Möglichkeit, eigene Werbebanner des Kunden (Veranstalters) einzufügen. Bei dieser Option wird der Anbieter absolut von jeglicher Haftung für Urheberrechte, Markenrechte und die gesetzliche Legitimität (einschließlich des Werbeverbots für spezifische Produkte) der vom Kunden gelieferten Banner befreit. Die gesamte Haftung trägt ausschließlich der Kunde.
Geistiges Eigentum und Karten: Der Kunde garantiert ausdrücklich, dass er die Urheberrechte an dem gelieferten Quellfoto/der Karte des Sees besitzt. Jegliche grafischen Anpassungen, Vektorisierungen oder interaktiven Karten, die vom Anbieter auf der Grundlage dieser Unterlagen erstellt werden, gehen im Moment ihrer Erstellung in das ausschließliche geistige Eigentum des Anbieters (MIBO-SPRINGS s. r. o.) über.
Verbot von Reverse Engineering, Extraktion von Grafiken und Verbot von Reselling: Der maßgeschneiderte (Custom) Quellcode des Anbieters (mit Ausnahme von Open-Source-Komponenten unter der GPL-Lizenz), die Datenbankarchitektur, das Design der PDF-Vorlagen sowie alle visuellen und grafischen Elemente der Benutzeroberfläche (einschließlich Icons und Bibliotheken, für die der Anbieter ordnungsgemäß eine kommerzielle Premium-Lizenz, z. B. aus der Datenbank Flaticon, erworben hat) unterliegen einem strengen urheber- und lizenzrechtlichen Schutz. Dem Kunden ist das Reverse Engineering (Rückentwicklung), die Dekompilierung oder die Extraktion des Codes strengstens untersagt. Ferner ist es dem Kunden strengstens untersagt, grafische Elemente (Icons), Kartenmaterialien und Quelldateien in irgendeiner Weise für den eigenen Gebrauch außerhalb der geschlossenen Umgebung der CarpCup-Plattform zu extrahieren, herunterzuladen, zu kopieren oder kommerziell oder nichtkommerziell zu nutzen. Gleichzeitig gilt ein absolutes Verbot des Weiterverkaufs (Reselling) des Zugangs an andere Subjekte zur Organisation ihrer Veranstaltungen.
Datenexport: Der Anbieter schließt ausdrücklich jegliche Verpflichtung aus, den Kunden rohe Datenbankexporte (SQL/CSV-Dumps) zur Verfügung zu stellen. Der Kunde exportiert alle Daten (DSGVO-Bögen, Ergebnisse, Urkunden) im Self-Service ausschließlich in Form von automatisch generierten PDF-Bögen mithilfe eines Moduls im Administrationsbereich.
Artikel IV.
Technischer Betrieb, Zugangsschutz und UGC (User Generated Content)
Verbot des Zugangs zum Kernsystem (Core): Die Dienstleistung funktioniert in einem streng geschlossenen Ökosystem. Der Kunde, die von ihm benannten Schiedsrichter oder jegliche Dritte haben keinen Zugang und erhalten unter keinen Umständen Zugang zum tieferen Administrator-Interface (WordPress-Admin), zum Quellcode oder zum FTP/SFTP-Server. Alle wesentlichen technischen Einstellungen und Installationen werden ausschließlich vom Anbieter durchgeführt.
Eingeschränktes Kundeninterface: Der Kunde erhält (sofern er nicht das GASTRO-Modul bestellt) lediglich Zugang zu zwei passwortgeschützten Unterseiten:
a) Seite für Schiedsrichter: Enthält ausschließlich ein Formular zur Erfassung eines Fangs (Teamauswahl, Gewicht, obligatorisches Hochladen eines Fotos).
b) Seite für den Veranstalter (Admin): Ermöglicht die Verwaltung von Teamfotos, Kontakten, Lauftext (Ticker), Benachrichtigungen (POP UP), manuelles Hinzufügen von Teams, zufällige Reihenfolge für Auslosungen, Angelplatz-Generator, Verwaltung und Verschiebung von Teams, vollständige Verwaltung von Fängen, Erteilung von Karten und Strafen, Aktivierung eines Embargos (verstecktes Finale) und Verwaltung von Protesten.
Passwortweitergabe und UGC: Der Kunde haftet vollumfänglich für die Sicherheit der zugewiesenen Zugangspasswörter. Gibt der Kunde das Passwort fahrlässig oder vorsätzlich an einen Dritten weiter und lädt dieser illegale (z. B. pornografische, extremistische) Inhalte in die Dienstleistung hoch, trägt ausschließlich der Kunde die volle rechtliche, finanzielle und strafrechtliche Haftung. Der Anbieter ist berechtigt, das Passwort bei Verdacht auf ein Datenleck (Leak) sofort und einseitig zu ändern.
Artikel V.
Live-Betrieb, „As-Is“-Modus und Haftungsbeschränkung (Cap on Liability)
Benutzerakzeptanztest (UAT): Der Kunde hat die strikte Pflicht, das System in der Zeit von der Zahlung der Proforma-Rechnung bis zum Start des Wettbewerbs im Detail durchzuklicken und alle Prozesse zu testen. In diesem Zeitraum leistet der Anbieter Support und behebt eventuelle Mängel.
Live-Start und „As-Is“-Modus (Wie besehen): Sobald der eigentliche Wettbewerb beginnt (Live-Betrieb), läuft das System ausschließlich im Modus „As-Is“ (Wie besehen / Ohne Mängelgewähr). Während des Wettbewerbs (insbesondere an Wochenenden) leistet der Anbieter keinen telefonischen oder sofortigen technischen Support.
Absoluter Ausschluss indirekter Schäden: Der Anbieter trägt keine vermögensrechtliche oder rechtliche Haftung für Softwarefehler (Bugs), Verbindungsverlust, Serverabstürze oder entgangenen Gewinn des Kunden. Der Anbieter haftet ebenso absolut nicht für eine fehlerhafte Auswertung der Ergebnisse und die daraus resultierende fehlerhafte Auszahlung oder Nichtauszahlung von Gewinnen und Preisen an die Teilnehmer durch den Kunden.
Maximale Haftungsbeschränkung (Cap on Liability): Die Vertragsparteien vereinbaren ausdrücklich, dass im maximalen, von der Rechtsordnung der Slowakischen Republik zulässigen Umfang, der maximale Gesamtbetrag jeglichen finanziellen Schadensersatzes seitens des Anbieters gegenüber dem Kunden unter keinen Umständen den Betrag übersteigen darf, der vom Kunden für die Software für den jeweiligen spezifischen Wettbewerb tatsächlich bezahlt wurde.
Freistellung (Indemnification): Der Kunde verpflichtet sich, den Anbieter (MIBO-SPRINGS s. r. o.) in vollem Umfang finanziell und rechtlich freizustellen und ihm alle entstandenen Verfahrenskosten zu erstatten, falls ein Angler oder ein Dritter infolge des Betriebs des Wettbewerbs, der Datenverwaltung oder der Funktionsweise der Dienstleistung eine direkte Klage oder einen finanziellen Anspruch direkt gegen den Anbieter erhebt.
Cyberangriffe und Höhere Gewalt: Der Anbieter übernimmt keine Haftung im Falle eines gezielten Cyberangriffs (Hackerangriff, DDoS) auf die Kunden-Website oder für durch höhere Gewalt verursachte Schäden.
Dienste Dritter und API-Integrationen (Karten und Wetter): Zur Verbesserung des Nutzererlebnisses kann die Software Daten und Bibliotheken nutzen, die von Dritten über Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) bereitgestellt werden, insbesondere, aber nicht ausschließlich, Wettervorhersagen (Open-Meteo API) oder interaktive Karten (Leaflet.js). Der Anbieter zitiert diese Dienste in der Benutzeroberfläche ordnungsgemäß in Übereinstimmung mit deren Lizenzbedingungen. Der Anbieter garantiert ausdrücklich keine 100%ige Verfügbarkeit (Uptime) dieser externen Dienste und trägt absolut keine rechtliche oder finanzielle Haftung für die Genauigkeit der bereitgestellten Daten (z. B. für eine fehlerhafte Wettervorhersage) oder für jegliche Schäden, Funktionseinschränkungen der Software oder Ausfälle, die durch das Versagen, die Verzögerung oder die Änderung der Bedingungen dieser Dienste Dritter verursacht werden.
Artikel VI.
Hardware vor Ort (BYOD) und Forensische Ungültigkeit von Signaturen (eIDAS)
Hardware und 4G-Konnektivität (BYOD): Der Veranstalter haftet in vollem Umfang für die Betriebsfähigkeit seiner Hardware (Tablets, Smartphones) sowie für die Verfügbarkeit und Qualität seiner eigenen (4G/5G) Internetverbindung vor Ort. Der Anbieter übernimmt keine Haftung für den Fall, dass die Anwendung einen Fisch aufgrund eines schlechten Mobilfunksignals, eines Netzwerkausfalls des Betreibers oder eines leeren Akkus nicht speichert.
eIDAS und Signaturen: Die physische Unterschrift eines Anglers, die mit dem Finger oder einem Stylus auf dem Touch-Gerät des Kunden erfasst wird, besitzt nicht die forensische Gültigkeit einer qualifizierten elektronischen Signatur im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 910/2014 (eIDAS). Diese Unterschrift dient ausschließlich den operativen Zwecken des Veranstalters, und der Anbieter lehnt es ausdrücklich ab, sich an jeglichem rechtlichen Beweisverfahren hinsichtlich ihrer Echtheit oder Fälschung zu beteiligen.
Artikel VII.
Takedown-Recht (Sofortige Abschaltung), Zero-Day-Schwachstellen und Exit-Strategie
Takedown-Recht (Verbote): Der Anbieter behält sich das Recht vor, die Website des Kunden sofort, ohne vorherige Ankündigung und ohne Schadensersatz oder Rückerstattung des Preises zu löschen und abzuschalten, wenn er Folgendes feststellt:
a) die Durchführung gefälschter Wettbewerbe (sog. Scam / Betrug mit Startgeldern),
b) den Betrieb illegaler Wetten und Glücksspiele über die Dienstleistung,
c) Hassreden und Hate-Speech (z. B. vulgäre, rassistische Teamnamen),
d) die Förderung von Tier- und Fischquälerei,
e) einen massiven Spam-Bot-Angriff auf das Kundenformular, der die IP-Reputation der SMTP-Server des Anbieters gefährdet.
Zero-Day-Schwachstellen: Aus Gründen des Datenschutzes behält sich der Anbieter das Recht vor, die Dienstleistung im Falle der Entdeckung einer kritischen Sicherheitslücke im Kernsystem (sog. Zero-Day) sofort abzuschalten, und zwar bis zur Implementierung eines Sicherheitspatches.
Exit-Strategie: Der Anbieter behält sich das Recht vor, die Plattform CarpCup, einschließlich gültiger Verträge und Kundendatenbanken, jederzeit in der Zukunft ohne deren zusätzliche Zustimmung an einen anderen Investor (einen Dritten) zu verkaufen, abzutreten oder zu übertragen.
Artikel VIII.
Spezifische Bestimmungen für das Premium-GASTRO-Modul
Für den Fall, dass der Veranstalter zusätzlich zur Dienstleistung das Modul für die Verwaltung von Verpflegung und Buffetlieferungen kostenpflichtig hinzubucht, gelten die folgenden strengen Einschränkungen. Dieses Modul fungiert als E-Commerce-Liefersystem vor Ort (unter Verwendung sogenannter "Magic Links", die an ein Mobiltelefon am Angelplatz gesendet werden).
Charakter des Moduls: Das System fungiert ausschließlich als digitaler Bestellblock und logistische Disposition. Es enthält kein Zahlungs-Gateway. Alle Zahlungen werden ausschließlich vom Veranstalter außerhalb des Systems inkassiert (Bargeld, POS-Terminal, Offline-Gutscheine).
Absoluter Haftungsausschluss: Der Anbieter befreit sich in diesen AGB absolut von jeglicher Haftung für:
a) die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Lebensmittel, Hygiene, Sanktionen der regionalen Gesundheitsbehörden (RÚVZ), die Nichtveröffentlichung von Allergenen und gesundheitliche Folgen (z. B. Lebensmittelvergiftung),
b) die Lieferlogistik (verspätete, verlorene, verwechselte oder nicht an den Angelplatz gelieferte Bestellungen),
c) den Verlust von Bargeld beim Inkasso durch das Personal des Kunden,
d) jegliche Fehler bei der Berechnung der Einnahmen, die infolge von technischen Fehlern (Bugs) im Quellcode fehlerhafte PDF-Abrechnungen generieren würden.
Keine e-Kasa (Steuern): Der Veranstalter erklärt ausdrücklich, dass dieses Gastro-Modul nicht als zertifizierte elektronische Registrierkasse (e-Kasa) dient. Die Verpflichtung zur Ausstellung gültiger Steuerbelege und zur Versteuerung der Einnahmen verbleibt ausschließlich beim Veranstalter.
Verpflichtung zu Muster-Gastro-AGB für den Veranstalter: Da der Angler die Verpflegung aus der Ferne über das Mobiltelefon bestellt, schließt er einen E-Commerce-Vertrag direkt mit dem Veranstalter und nicht mit dem Anbieter ab. Der Kunde hat die strikte Verpflichtung, „Musterbedingungen für den Verkauf von Speisen und Lieferungen (Gastro-AGB)“ auszuarbeiten, und das System wird diese im Magic Link verlinken (als obligatorische Zustimmung vor der Bestellung). Diese AGB müssen die gesetzliche Ausnahme für leicht verderbliche Waren (Ausschluss des 14-tägigen Widerrufsrechts für den Angler) enthalten und müssen jegliche Haftung der Gesellschaft MIBO-SPRINGS s. r. o. absolut und namentlich ausschließen.
Artikel IX.
DSGVO, Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), Archivierung und KI-Training
Rollenverteilung gemäß DSGVO: Der Kunde (Veranstalter des Wettbewerbs) tritt ausschließlich in der Position des Verantwortlichen (Data Controller) für personenbezogene Daten auf. Der Anbieter (MIBO-SPRINGS s. r. o.) ist ausschließlich ein technischer Auftragsverarbeiter (Data Processor).
Elektronischer AVV (DPA): Der gemäß der DSGVO abgeschlossene Auftragsverarbeitungsvertrag (Data Processing Agreement – DPA / AVV) bildet einen untrennbaren elektronischen Bestandteil dieser AGB. Der DPA-Vertrag wird nicht in Papierform unterzeichnet; er wird ausschließlich elektronisch (durch ein Kontrollkästchen bei der Bestellung oder durch die Zahlung der Proforma-Rechnung) rechtsgültig abgeschlossen und akzeptiert.
Löschung von Fotos (vom FTP) und Technologische Backups: Wenn ein Angler den Veranstalter um die Löschung eines Fangfotos bittet, wird der Veranstalter dieses in seiner Benutzeroberfläche verbergen/löschen (es verschwindet von der öffentlichen Website). Wichtig: Der Veranstalter hat anschließend die strikte vertragliche Verpflichtung, den Anbieter unverzüglich zu kontaktieren und ihm den genauen Namen / die URL-Adresse des betreffenden Fotos mitzuteilen, damit der Anbieter es manuell und dauerhaft vom FTP-Server löschen kann. Hosting und E-Mails (SMTP) werden beim Unterauftragsverarbeiter WebSupport, s.r.o. betrieben (Daten in der EU). Der Kunde nimmt die Ausnahme im DPA zur Kenntnis, dass diese Daten bei der Löschung vom FTP aus technologischen Gründen vorübergehend (14 bis 30 Tage) in den verschlüsselten automatischen Backups des Hostings verbleiben, bis sie überschrieben werden.
Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten (Data Breach) und Formulare: Die Kontaktformulare auf den Subdomains senden Daten direkt an die E-Mail-Adresse des Kunden. Der Anbieter haftet nicht für deren Inhalt. Im Falle der Feststellung eines Sicherheitsvorfalls (Datenleck vom Server) hat der Anbieter die vertragliche Verpflichtung, diesen ausschließlich dem Veranstalter zu melden (innerhalb von 48 Stunden). Die Verpflichtung, das Datenleck den Anglern und den Behörden (Datenschutzbehörde der SR - ÚOOÚ) zu melden, obliegt dem Veranstalter.
Fotodiebstahl (Scraping): Der Anbieter übernimmt keine Haftung, wenn ein Dritter (Marketingagentur, E-Shop) ein Fangfoto von der öffentlichen Website herunterlädt und es illegal verwendet.
Datenarchivierung und Ablauf (Exspiration): Der Anbieter gewährt keine „lebenslangen“ Garantien für die Speicherung von Daten auf seinen Servern.
a) Modus ohne Aufpreis: Innerhalb von 72 Stunden nach Ende des Wettbewerbs werden die Website und die darin enthaltenen Daten unwiderruflich gelöscht.
b) Kostenpflichtiges Archiv: Wenn der Kunde für das Archiv einen Aufpreis zahlt, bleiben die Daten für genau ein (1) Jahr öffentlich zugänglich. Vor Ablauf dieses Jahres sendet der Anbieter dem Kunden eine E-Mail-Aufforderung. Reagiert der Kunde auf diese Aufforderung nicht innerhalb von 7 Kalendertagen und zahlt die Verlängerungsgebühr nicht, behält sich der Anbieter das Recht vor, das gesamte Archiv ohne jeglichen Ersatz unwiderruflich zu löschen.
Kinder und Double-Opt-in: Angesichts der Teilnahme von Kindern unter 16 Jahren holt der Veranstalter direkt die Einwilligungen ihrer gesetzlichen Vertreter ein und haftet für diese. Der Veranstalter verwaltet ebenso die Erteilung der zwei Einwilligungen des Anglers (lokale DSGVO und Übertragung des Fisches in den Wettbewerb „Carp Cup Cup“).
KI-Training und Marketingeinwilligungen: Der Kunde erteilt dem Anbieter in den AGB die unentgeltliche Einwilligung zur B2B-Referenznutzung des Kundenlogos sowie die Einwilligung zur Nutzung streng anonymisierter statistischer Daten aus den Wettbewerben für das Training zukünftiger Modelle der Künstlichen Intelligenz (KI) des Anbieters.
Artikel X.
Cookies und Europäischer Rechtsakt zur Barrierefreiheit (EAA 2025)
Tracking-Technologien: Auf den Subdomains des Kunden laufen das Analysetool Google Analytics des Anbieters und ein eigener URL-Ad-Tracker für Werbung. Das in das System integrierte Cookie-Banner muss vom Veranstalter technisch so belassen werden, dass es diese Skripte blockiert, bis die Besucher ihre Einwilligung erteilen.
Barrierefreiheit für Sehbehinderte (EAA): Die rechtliche Verantwortung dafür, dass die generierte öffentliche Website (und die vom Kunden darauf hinzugefügten Inhalte) den Regeln für digitale Barrierefreiheit für Sehbehinderte im Sinne des Europäischen Rechtsakts zur Barrierefreiheit (EAA 2025) entspricht, trägt in vollem Umfang der Veranstalter (Kunde) und nicht der Softwareanbieter.
Artikel XI.
Besondere Bestimmungen für Verbraucher (B2C) und AS (Alternative Streitbeilegung)
Verlust des Widerrufsrechts (Digitale Leistung): Wenn der Anbieter einer natürlichen Person (B2C-Nichtunternehmer) eine Rechnung ausstellt, nimmt diese Person zur Kenntnis, dass die Bereitstellung der Dienstleistung (Generierung der Subdomain und der Zugänge) die Bereitstellung digitaler Inhalte darstellt, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden. Der Verbraucher stimmt durch die Zahlung der Proforma-Rechnung und den Beginn der digitalen Leistung ausdrücklich zu und nimmt zur Kenntnis, dass er in diesem Moment sein 14-tägiges Widerrufsrecht vom Vertrag endgültig verliert.
Alternative Streitbeilegung (AS und OS): Der Verbraucher hat das Recht, sich mit einem Antrag auf Abhilfe an den Anbieter zu wenden, wenn er mit der Art und Weise der Bearbeitung der Reklamation nicht zufrieden ist. Lehnt der Anbieter den Antrag ab oder antwortet er innerhalb von 30 Tagen nicht darauf, hat der Verbraucher das Recht, einen Antrag auf Einleitung eines alternativen Streitbeilegungsverfahrens (AS) im Sinne des Gesetzes Nr. 391/2015 Slg. zu stellen. Die zuständige Stelle für die alternative Streitbeilegung ist die Slowakische Handelsinspektion (www.soi.sk) oder eine andere autorisierte juristische Person. Der Verbraucher kann zur Einreichung des Antrags die europäische Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) nutzen, die unter folgender Adresse erreichbar ist: http://ec.europa.eu/consumers/odr/.
Artikel XII.
Schlussbestimmungen
Anwendbares Recht und Gerichtsstand: Diese AGB sowie der gesamte Vertrag und die sich daraus ergebenden Rechtsbeziehungen (auch außervertragliche) unterliegen ausschließlich der Rechtsordnung der Slowakischen Republik, unabhängig davon, aus welchem EU-Land der Kunde stammt oder in welcher der 12 Sprachversionen das System betrieben wird. Für die Entscheidung jeglicher Streitigkeiten sind ausschließlich die ordentlichen Gerichte der Slowakischen Republik zuständig.
Salvatorische Klausel (Trennbarkeit): Die Ungültigkeit oder Unwirksamkeit einer Bestimmung dieser AGB berührt die Gültigkeit und Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die ungültige Bestimmung wird durch eine solche ersetzt, die dem wirtschaftlichen und rechtlichen Zweck der ursprünglichen Bestimmung am ehesten entspricht.
Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB jederzeit einseitig zu ändern. Die geänderten AGB treten am Tag ihrer Veröffentlichung auf der Domain carpcup.app in Kraft. Für den jeweiligen Kunden ist die Fassung bindend, die im Moment der Zahlung der Proforma-Rechnung für die Dienstleistung gültig ist.
ANLAGE NR. 1: AUFTRAGSVERARBEITUNGSVERTRAG (DPA / AVV)
VERTRAG ÜBER DIE AUFTRAGSVERARBEITUNG PERSONENBEZOGENER DATEN (DPA)
(Auftragsverarbeitungsvertrag im Sinne des Art. 28 der Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates - DSGVO)
Dieses Dokument bildet einen untrennbaren elektronischen Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB“) für die Bereitstellung der Softwaredienstleistung CarpCup.
Artikel I.
Vertragsparteien und Art des Vertragsabschlusses
AUFTRAGSVERARBEITER:
MIBO-SPRINGS s. r. o.
Sitz: Jablonica 340, 906 32 Jablonica, Slowakische Republik
IČO (Identifikationsnummer): 57 573 361
DIČ (Steuernummer): 212 283 1392
Eintragung im Handelsregister: Bezirksgericht Trnava, Abteilung: Sro, Einlage Nr. 62928/T
Website: https://carpcup.app
E-Mail: [email protected]
Telefon: +421 948 20 88 99
(im Folgenden „Auftragsverarbeiter“)
und
VERANTWORTLICHER:
Eine natürliche oder juristische Person (Veranstalter des Wettbewerbs), die aufgrund der Annahme der AGB und der Zahlung der Proforma-Rechnung die Softwaredienstleistung CarpCup bestellt hat.
(im Folgenden „Verantwortlicher“)
(Der Auftragsverarbeiter und der Verantwortliche im Folgenden gemeinsam auch als „Vertragsparteien“ bezeichnet)
Die Vertragsparteien haben ausdrücklich vereinbart, dass dieser Vertrag über die Verarbeitung personenbezogener Daten (im Folgenden „Vertrag“ oder „DPA“) nicht in Papierform (schriftlich) geschlossen wird. Sein gültiger und wirksamer Abschluss erfolgt ausschließlich elektronisch, und zwar im Moment der vorbehaltlosen Annahme der AGB oder durch die tatsächliche Gutschrift der Zahlung der Proforma-Rechnung für die Dienstleistung auf dem Bankkonto des Auftragsverarbeiters.
Artikel II.
Gegenstand, Zweck und Rollenverteilung
Rollenverteilung gemäß DSGVO: Der Verantwortliche (Veranstalter) befindet sich in Bezug auf die personenbezogenen Daten der Angler und Teilnehmer der Veranstaltung in der ausschließlichen Position des Verantwortlichen (Data Controller), da er selbst den Zweck und die Mittel der Verarbeitung bestimmt und die Anforderungen sowie die betreffenden Daten in das System eingibt. Die Gesellschaft MIBO-SPRINGS s. r. o. tritt ausschließlich in der eingeschränkten Position eines technischen Auftragsverarbeiters (Data Processor) auf, der für den Verantwortlichen die IT-Infrastruktur, den Speicherplatz und die Software als Dienstleistung (SaaS) bereitstellt.
Gegenstand des Vertrages: Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, die der Auftragsverarbeiter im Auftrag des Verantwortlichen auf einer dedizierten Subdomain verarbeitet.
Zweck der Verarbeitung: Bereitstellung einer digitalen Plattform für die Verwaltung, Registrierung, Archivierung und Live-Auswertung von Angelwettbewerben, Generierung von PDF-Bögen und Online-Veröffentlichung von Ergebnissen strikt nach den Weisungen des Verantwortlichen.
Kategorien betroffener Personen und Daten: Es werden personenbezogene Daten der Teilnehmer (einschließlich Kindern unter 16 Jahren, vertreten durch den anwesenden gesetzlichen Vertreter), der Teammitglieder und Schiedsrichter verarbeitet. Der Umfang umfasst Identifikationsdaten (Vorname, Nachname, Initiale, Teamname), Kontaktdaten (sofern im System erfasst) und das visuelle Erscheinungsbild (Fotografien von Fängen mit erfasstem Abbild).
Artikel III.
Rechte und Pflichten des Verantwortlichen
Der Verantwortliche erklärt und trägt die volle rechtliche und finanzielle Haftung dafür, dass er die personenbezogenen Daten rechtmäßig erlangt hat und über eine gültige Rechtsgrundlage (insbesondere Einwilligung) für deren Verarbeitung, Speicherung und Veröffentlichung verfügt. Bei Personen unter 16 Jahren haftet der Verantwortliche für die nachweisliche Einholung der Einwilligung eines Elternteils (gesetzlichen Vertreters).
Der Verantwortliche ist ausschließlich verantwortlich für die Erfüllung der Informationspflicht gegenüber den betroffenen Personen und für die Bearbeitung ihrer Anträge auf Ausübung ihrer Rechte (Löschung, Berichtigung, Auskunft über Daten). Wird ein Antrag direkt beim Auftragsverarbeiter gestellt, leitet dieser ihn zur Bearbeitung an den Verantwortlichen weiter.
Datenströme aus Formularen: Die Vertragsparteien stellen ausdrücklich fest, dass Kontaktformulare auf der Subdomain des Kunden (der öffentlichen Website des Wettbewerbs) ihren Inhalt mittels SMTP (E-Mail) direkt und ausschließlich an die E-Mail-Adresse des Verantwortlichen senden. Der Auftragsverarbeiter speichert diese Daten nicht in der Datenbank und haftet nicht für Daten, die das Web-System verlassen haben und an die E-Mail des Kunden zugestellt wurden.
Artikel IV.
Rechte und Pflichten des Auftragsverarbeiters und der Unterauftragsverarbeiter
Der Auftragsverarbeiter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich auf der Grundlage dokumentierter Weisungen des Verantwortlichen; in diesem Zusammenhang gelten die vom Verantwortlichen, seinen Schiedsrichtern und autorisierten Personen in der Kunden- und Administrator-Schnittstelle des Systems durchgeführten legitimen Aktionen selbst als solche Weisungen.
Der Auftragsverarbeiter stellt sicher, dass die von ihm zur Verarbeitung der Daten befugten Personen einer strengen vertraglichen oder gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen.
Unterauftragsverarbeiter: Mit der Zustimmung zu den AGB und diesem Vertrag erteilt der Verantwortliche dem Auftragsverarbeiter hiermit die allgemeine Genehmigung zur Inanspruchnahme weiterer Auftragsverarbeiter. Die Vertragsparteien nehmen ausdrücklich zur Kenntnis, dass der Haupt-Unterauftragsverarbeiter, der das Server-Hosting, die Datenbanken, den FTP-Speicher und die E-Mail-Infrastruktur (SMTP) bereitstellt, die Gesellschaft WebSupport, s.r.o. (IČO: 36 421 928, mit Sitz in Karadžičova 12, 821 08 Bratislava) ist. Alle Produktionsdaten und Backups werden physisch auf Servern in der Europäischen Union gespeichert.
Artikel V.
Besonderes Verfahren bei Löschung vom FTP (Recht auf Vergessenwerden) und Ausnahme für Backups
Aufgrund der geschlossenen und gesicherten Architektur des Systems (in dem der Verantwortliche keinen direkten FTP/SFTP-Zugriff auf den Server hat), haben sich die Vertragsparteien auf ein strenges und einzig mögliches Verfahren für die Löschung von Fotografien geeinigt:
a) Schritt 1 (Ausblenden im Frontend): Bei Geltendmachung des Rechts auf Löschung ist der Verantwortliche verpflichtet, das spezifische Foto in der Kunden-Schnittstelle des Systems sofort auszublenden oder zu löschen, wodurch die Veröffentlichung auf der Website des Wettbewerbs unverzüglich verhindert wird.
b) Schritt 2 (Meldepflicht des Verantwortlichen): Da durch das Ausblenden die Quelldatei nicht vom Server entfernt wird (um Datenbankfehler zu vermeiden), hat der Verantwortliche die strikte vertragliche Verpflichtung, dem Auftragsverarbeiter unverzüglich eine E-Mail mit der Bitte um dauerhafte Löschung zu senden, in der er den Dateinamen oder deren direkte URL-Adresse genau angeben muss.
c) Schritt 3 (Physische Löschung): Der Auftragsverarbeiter wird daraufhin (nach Eingang der adressierten Benachrichtigung) die manuelle, dauerhafte Löschung der Datei direkt vom FTP-Server vornehmen. Der Auftragsverarbeiter trägt keine rechtliche Haftung dafür, dass das Foto physisch über einen sogenannten direkten Link (Hotlink) zugänglich blieb, wenn der Verantwortliche die Erfüllung von Schritt 2 versäumt hat.
TECHNOLOGISCHE AUSNAHME FÜR BACKUPS (Backups): Der Verantwortliche ist umfassend darüber informiert und stimmt vorbehaltlos zu, dass aus kritischen Sicherheitsgründen (Disaster Recovery und Betriebskontinuität) beim Unterauftragsverarbeiter flächendeckend automatische verschlüsselte Backups des Hostings durchgeführt werden. Die Vertragsparteien haben ausdrücklich vereinbart, dass selbst nach der aktiven und endgültigen Löschung von Daten (einschließlich Fotos und Aufzeichnungen nach dem Wettbewerb) aus der Live-Datenbank oder vom aktiven FTP-Server diese Daten aus technologischen Gründen vorübergehend für einen Zeitraum von 14 bis 30 Kalendertagen in passiven System-Backups des Hostings gespeichert bleiben, bis sie durch den Aufbewahrungszyklus automatisch überschrieben und dauerhaft vernichtet werden. Während dieser Zeit sind die Daten offline und werden nicht für andere Zwecke verarbeitet. Diese vorübergehende technologische Existenz von Daten in Backups gilt nicht als Verletzung der DSGVO, des DPA-Vertrags oder des Rechts auf Löschung und des Rechts auf Vergessenwerden.
Artikel VI.
Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten (Data Breach) und Meldepflicht
Meldung ausschließlich an den Veranstalter: Stellt der Auftragsverarbeiter eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten (z. B. ein Datenbankleck oder einen Cyberangriff) auf seiner Infrastruktur fest, verpflichtet er sich, diesen Umstand ausschließlich dem Verantwortlichen zu melden, und zwar ohne ungebührliche Verzögerung, spätestens jedoch innerhalb von 48 Stunden ab dem Zeitpunkt der zuverlässigen Erkennung des Sicherheitsvorfalls.
Ausschließliche Verantwortung des Verantwortlichen gegenüber den Behörden: Die Vertragsparteien haben ausdrücklich vereinbart, dass der Auftragsverarbeiter keine gesetzliche, vertragliche oder delegierte Verpflichtung hat, einen Sicherheitsvorfall der Datenschutzbehörde der Slowakischen Republik zu melden oder ihn den betroffenen Personen (Anglern) direkt mitzuteilen. Die gesamte Melde- und Bürokratiepflicht im Sinne der DSGVO trägt ausschließlich der Verantwortliche als Datenverantwortlicher, und zwar auf eigene Kosten und auf eigene Verantwortung.
Artikel VII.
Beendigung des Vertrages, Archivierung und Datenvernichtung
Dieser Vertrag wird auf bestimmte Zeit geschlossen, die mit der Dauer der Bereitstellung der Dienstleistung gemäß den AGB identisch ist.
Der Auftragsverarbeiter stellt dem Verantwortlichen keine Datenbank-Dumps (rohe SQL/CSV-Exporte) zur Verfügung. Der Verantwortliche führt die Sicherung der Ergebnisse in Form einer selbstbedienten Generierung von PDF-Bögen über die Benutzeroberfläche durch.
Kostenloser Modus (Vernichtung innerhalb von 72h): Sofern der Verantwortliche den Dienst des kostenpflichtigen Archivs nicht bezahlt hat, wird der Auftragsverarbeiter nach Ablauf von 72 Stunden nach dem offiziellen Ende des Wettbewerbs die gesamte Subdomain auflösen und alle Daten (Datenbanken, FTP-Dateien) aktiv und unwiderruflich vernichten.
Kostenpflichtiges Archiv: Wurde das kostenpflichtige Archiv bezahlt, bleiben die Daten auf der öffentlichen Website für genau ein (1) Jahr verfügbar. Der Auftragsverarbeiter wird vor Ablauf dieses Zeitraums eine Aufforderung an die E-Mail-Adresse des Verantwortlichen senden. Wenn der Verantwortliche die Gebühr nicht innerhalb von 7 Kalendertagen bezahlt, werden alle Daten vom Auftragsverarbeiter unwiderruflich vernichtet.
Die in Artikel V. Abs. 2 definierte Ausnahme für Backups gilt in vollem Umfang und wird auch nach der endgültigen flächendeckenden Datenvernichtung gemäß diesem Artikel angewendet.
Artikel VIII.
Schlussbestimmungen
In diesem Vertrag nicht geregelte Fragen richten sich nach den AGB des Auftragsverarbeiters und den einschlägigen Rechtsvorschriften der Slowakischen Republik. Im Falle eines Widerspruchs zwischen diesem Vertrag und den AGB haben in Fragen der technischen Verarbeitung personenbezogener Daten die Bestimmungen dieses Vertrages Vorrang.
In Jablonica, am 14.09.2026
